Füllfeder und ihre Geschichte
In der Schule wird so gut wie jedes Kind das erste mal damit konfrontiert, mit Füllfedern. Solch eine ist modern und mit Tintenpatronen ausgestattet. Diesen heutigen Luxus hätte man sich im Jahre 1636 nicht vorstellen können. In dem Jahr, hat Daniel Schwentner die sogenannte erste Feder erfunden. Drei Gänsekiele wurden das erste mal zum schreiben verwendet. Einige Jahre später, wurde die erste Schreibfeder mit beständigen Dinten gebaut. Dann wurde es still um die neue Erfindung. Erst Anfang des 19. Jahrhundert tat sich endlich wieder etwas in der Entwicklung.
Die Füllfederhalter boomten, wie nie zuvor. Zuvor noch mussten die Goldfeder, die Iridiumspitze und der Hartgummi erfunden werden. Dann war der Füller perfekt. Um 1880 herum, wurde diese Erfindung zum Massenprodukt. Firmen wie Waterman, Sheaftter, Wirt und Parker hatten ihren Start erfolgreich hingelegt. Einige davon sind auch heute noch Marktführer. Viele kleine Unternehmen, die es auch versucht haben, waren schon von Anfang an zum scheitern verurteilt. Die ersten Füllfederhalter in Deutschland wurden von Soennecken im Jahre 1871 und von der Firma Koch/Weber 1872 produziert. Diese waren auch zugleich die Hauptproduzenten in diesem Land. Soennecken war auch Erfinder der sogenannten Gleichzugfeder. Diese ermöglichte ein Schreiben der heute bekannten Rundschrift. Weitere bekannte Firmen folgten. So zum Beispiel Montblanc. Diese hatten ihre Gründung zwischen 1906 und 1908. Die heute sehr bekannte Firma Pelikan hat das Patent für Festtinte erhalten. Kreiert wurde diese vom Chemiker Slavoljub Eduard Penkala. Auch das Patent für Kolbenfüller nahm Parker unter seine Fittiche. Die wirkliche Produktion der Füllfederhalter begann erst im Jahre 1929. Natürlich war das noch lange nicht der Durchbruch. Erst viele Jahre später, kamen noch mehr Innovationen auf dem Markt. Zum Beispiel wurde der Hartgummi gegen Zelluloid ausgetauscht. In den Jahren danach konzentrierte man sich auf neue Farben und Design. In den 40igern und 50er Jahren waren Füllfederhalter sehr beliebt. Es gab zwar schon Kugelschreiber, aber nicht in der Form, wie wir sie heute kennen. Ständig ist Tinte ausgelaufen und hat ganze Schreibarbeiten verwüstet. In weiterer Folge kamen auch Hebelfüllermodelle auf dem Markt. Diese hatten auswechselbare Stahlspitzen. In den 60igern hatte dann der Kugelschreiber seinen wirklich Durchbruch. Er verdrängte ziemlich oft die Füllfeder, weil auch er, verbessert wurde. Heute verwenden fast nur noch Schüler Patronenfüllfedern. Außerdem sind sie zum Sammelobjekt geworden. Rein zum schreiben, werden sie jedoch kaum noch verwendet. Eventuell, wenn man einen schönen Brief oder eine Einladung verfasst. Alles andere übernimmt der Kugelschreiber und der Computer mittlerweile. Heute noch sehr bekannte Firmen sind Pelikan, Montblanc und Faber Castell. Diese vertreiben wirkliche Qualitätsware.
Füllfederhalter werden heute Füllhalter, Fülli oder Füllfeder genannt. Mittlerweile sind auch Tintenlöscher am Markt erhältlich. So kann man Fehler schnell korrigieren. Leider ist es nicht möglich, an der selben Stelle nochmal zu schreiben. Die Tinte würde sich verwischen. Deswegen sind sogenannte Tintenlöscher auch mit einem speziellen Korrekturstift ausgestattet. Um etwas geschriebenes, schneller trocknen zu lassen, gibt es Löschpapier. Dieses saugt überflüssige Tinte auf. Füllfeder vs. Kugelschreiber. Wer wirklich schön schreiben möchte, sollte auf jeden Fall auf diese wunderbare Errungenschaft zurück greifen.