Radiergummi – so alt und doch noch jung!
Radiergummis waren immer schon die Highlights im Klassenzimmer. Schnell kann man Dinge weg radieren, die der Lehrer nicht sehen soll und überhaupt kann man diesen durch die Luft werfen. Kaum zu glauben, dass dieser schon im Jahre 1770 entdeckt wurde. Der Erfinder Edward Nairne hat zufällig bemerkt, dass Kautschuk, Bleistiftstriche entfernen kann. Kurz Zeit später konnte man den ersten Radiergummi auch schon im Handel erwerben.
Mittlerweile besteht der Standartradiergummi hauptsächlich aus Kunststoff. Dies ist ein besonderer Gummi, der eigens für diese Verwendung hergestellt wird. Damit kann man in der Regel Bleistiftstriche und sogar Tinte entfernen. Natürlich gibt es auch immer noch die Kautschukversion. Diese wiederum bestehen aus einem Milchsaft, der aus dem Baum Hevea brasiliensis und Faktis erworben wird. Nach dem noch etwas Schwefel drunter gemischt wurde, wird die ganze Masse auf 150 Grad erhitzt. Um den ganzen Radiergummi zu stärken, wird noch Kreide, Farbstoffe und Quarzmehl dazu gegeben. Fertig ist das Wunderding. Der normale Standard Radierer besteht zumeist aus PVC, spezielle Weichmacher machen diesen elastisch.
Wie funktioniert das ganze eigentlich? Spezielle Graphitteilchen (Bleistiftstriche) haften auf dem Blatt Papier. Das diese dort bestehen bleiben, wirkt eine Adhäsionskraft. Kautschuk hat eben solch eine Kraft, nur ist diese zig mal stärker als Papier. So verschwindet, beim Abtrieb auch das Graphitteilchen wieder. Um das Papier zu schonen, empfiehlt es sich, ein Lineal zu verwenden. Sonst kann es passieren, dass das Papier einreißt. Möchte man eine Tinte weg löschen, so funktioniert das ganze auf eine andere Art und weiße. In dem Fall wird das Papier nur abgerieben. Hier sind physikalische und chemische Prozesse im Gange.
Radiergummis sind fast überall erhältlich. Verschiedene Arten bekommt man natürlich im Schreibwarenladen oder bei großen Papierwarenabteilungen. Radiergummis gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Formen. Auch auf Bleistiften sind sie manchmal direkt angebracht. Vor allem zu Schulbeginn gibt es sogar Arten, passend zur Schultasche und zum restlichen Schulmaterial. Darauf abgedruckt sind zum Beispiel Musikidole, Schauspieler, Comicfiguren und andere süße Motive. Je nach Trend, ändern sich die Bilder und Formen immer wieder mal. Die Bilder selbst sind entweder direkt auf dem Radiergummi drauf gedruckt, oder aber nur auf der äußeren Hülle zu finden.
Für den normalen Gebrauch im Haushalt oder in der Schule, reicht auch ein billiger Radiergummi aus. Möchte man damit aber wertvolle Bilder oder Skizzen bearbeiten, sollte man auf die Qualität achten. Nur so ist garantiert, dass das Papier nicht reißt. Diese wiederum findet man im Fachhandel. Auch Supermärkte verkaufen mittlerweile eine Menge Schreibmaterial, nicht immer ist dies das beste Material. Eine Fachberatung im Handel kann in manchen Fällen nicht schaden.
Der Radiergummi ist in Wirklichkeit schon so alt, aber er wird wohl noch lange am Leben bleiben. Es gibt kaum etwas vergleichbares. Keiner löscht so schnell unbeliebte Nachrichten, wie der gute alte Radiergummi.